Auf was muss ich achten bei einer Histaminintoleranz?

Auf was muss ich achten bei einer Histaminintoleranz?
Folgende Tipps können den Alltag mit einer Histaminintoleranz erleichtern:
 
  • Alle Lebensmittel sollten möglichst frisch verzehrt werden, denn durch Lagerung steigt der Histamingehalt, u.a. durch den Einfluss von Mikroben.
  • Keine Fertigprodukte verwenden, sondern die Mahlzeiten selbst frisch zubereiten.
  • MHD-Angaben nicht bis zum letzten Tag „aussitzen“; sie sind für Gesunde gedacht.
  • Keine Konservenware verwenden.
  • Alle lang gereiften Käsesorten vermeiden, nur „jungen“ Käse in Maßen verzehren; gut verträglich ist meistens Mozzarella – Käse.
  • Wein enthält relativ viel Histamin; obergärige Biere (Weizenbiere, Alt, Kölsch, Malzbier) sind histaminhaltiger als untergärige (Pilsener, Bockbiere, Helles, Dunkles). 
  • Rotwein hat höhere Werte als Weißwein. Es gibt aber auch histaminfreie Weine zu kaufen, saure, trockene Weine sind zu bevorzugen.
  • Alkohol grundsätzlich am besten zu festen Mahlzeiten  und nicht auf nüchternen Magen trinken, da alle Flüssigkeiten sonst rasch und konzentriert in den Dünndarm gelangen. Die Histaminwirkung zeigt sich bei nüchternem Magen unmittelbar nach dem Genuss von Alkohol.
  • Kohlensäurehaltige Getränke vermeiden.
  • Keinen sogenannten Frischfisch von der Theke kaufen, er hat schon einen langen Weg hinter sich; besser ist Tiefkühlware, da der Fisch fangfrisch eingefroren wird
  • Speisereste nicht bis zum nächsten Tag aufbewahren; entweder gleich nach dem Erkalten einfrieren und kurz vor dem nächsten Verzehr auftauen – oder die Familie muss die Reste essen. Sie gönnen sich was Frisches.
  • Sauer eingelegte Lebensmittel vermeiden, also keine Essiggurken und keinen sauren Hering. Sauerkraut aus dem Speisezettel streichen!
  • Frisches Fleisch enthält nur wenig Histamin; Rindfleisch wird lange (10 Tage) gelagert, damit höhere Histaminwerte als frisch geschlachtetes Geflügel- oder Schweinefleisch.
  • Je zerkleinerter das Fleisch ist (Hackfleisch, Bratwürste, Burger usw.), desto höher sind die Histaminwerte, da die Angriffsfläche für die Histamin bildenden Abbauprozesse und für Sauerstoff um ein Vielfaches größer ist.
  • Innereien vermeiden; in der Leber wird Histamin abgebaut, darum enthält sie viel Histamin.
  • Konservierungsstoffe und Glutamat vermeiden.
  • Müslis nicht keimen lassen.
  • Kakaohaltige Süßigkeiten nur in Minimaldosierung genießen.
  • Essig selbst aus Essigessenz (enthält kein Histamin) herstellen; Balsamico unbedingt vermeiden.

 

Die Tipps wurden aus folgenden Quellen zusammengestellt: 

„Diätetik und Ernährungsberatung. Das Praxisbuch“; Eva Lückerath und Sven-David Müller; 4. Auflage; Haug Verlag 2011
 
„Histaminintoleranz – die unentdeckte Krankheit“; Sigi Nesterenko, Rainer Bloch Verlag, Schrobenhausen 2010
 
„Genussvoll leben trotz Nahrungsmittelintoleranzen“, Dr. Ledochowski, Goldmann Verlag, 2013

 

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Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 07. August 2014 in unseren Katalog aufgenommen.

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