Einschränkungen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In den meisten Ländern der Welt haben allergische Erscheinungen in den letzten Jahrzehnten zugenommen – in Deutschland geht man, wenn man Allergien und Pseudoallergien summiert, von einer Schätzzahl von 20% der Bevölkerung aus. Häufig ist nicht nur ein Organ betroffen, sondern unterschiedliche Regionen des Körpers reagieren auf einen Stoff allergisch. Nahrungsmittelallergien bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen bei dieser relativ neuen „Volkskrankheit“ Allergie einen breiten Raum ein.

Schmerzhafte oder juckende Veränderungen der Haut (z.B. Neurodermitis), aber auch Funktionseinschränkungen (wie Bauchkrämpfe, Blitzdurchfälle, aufwallende Übelkeit) sind für die Betroffenen nicht nur ein lästiges Übel, sondern schränken die Lebensqualität drastisch ein. Ständig müssen irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Während die Nahrungszubereitung zu Hause nach einiger Gewöhnungszeit für die meisten relativ praktikabel ist, weil man sich mit den geeigneten Lebensmitteln im Fachhandel mit allergenfreien Grundnahrungsmitteln eindecken kann, muss beim Restaurantbesuch immer mit Rückschlägen gerechnet werden. Nicht jeder Koch oder Restaurantfachmann  weiß, welche Lebensmittel z.B. Gluten oder Laktose enthalten und erklärt frisch und munter  ganz rasch ein Gericht für gluten- bzw. laktosefrei.

Für  Fleisch und Reis trifft dann die Zusicherung zwar zu, dass aber die Bratensauce einen Schuss Sahne zur Geschmacksverbesserung enthält und  mit einem Löffelchen Mehl (Gluten!) schön sämig gemacht wurde, hat er nicht bedacht. Viele Berufstätige, die zwangsläufig  auf Reisen sind, verzichten oft den ganzen Tag über darauf, etwas zu essen, weil sie unterwegs nie sicher sein können, innerhalb weniger Minuten eine Toilette erreichen zu können, wenn sich das erste Bauchgrummeln bemerkbar macht.

Aber auch gesellschaftlich wirken sich diese Unverträglichkeiten aus. Man geht Essenseinladungen aus dem Weg, da es den meisten unangenehm ist, schon im Vorfeld ankündigen zu müssen, was sie alles nicht essen dürfen. Dazu kommt natürlich, dass auch nicht jede Hausfrau damit vertraut ist, Essen für einen Allergiker zuzubereiten. Und wer es schon erlebt hat, dass man den Abend anstatt in geselliger Runde zu einem Großteil auf der Toilette des Gastgebers verbracht hat, der hat bei der nächsten Einladung schon eine passende Antwort parat, weshalb er leider  absagen muss. Pauschalurlaubsreisen mit festgelegten Essenszeiten  und Einheitsmenus sind genauso tabu wie Busreisen mit fest einkalkulierten Busstopps für Toilettengänge. Unterwegs allergiefrei essen zu können, ist dem Zufall unterworfen und veranlasst viele Betroffene dazu, den Urlaub auf Balkonien zu verbringen.




 

Kommentare:

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel und teilen Sie anderen Ihre Meinung mit!

Bewertung schreiben

Diesen Artikel haben wir am Montag, 09. Mai 2011 in unseren Katalog aufgenommen.

Suche

Willkommen zurück!

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?
Neues Konto erstellen

Newsletter-Anmeldung

E-Mail-Adresse:

allergiefreiessen.de, Ihr Online Shop für Nahrungsmittel bei Unverträglichkeiten wie Zöliakie, Sprue, Laktoseintoleranz sowie allergenfreie, glutenfreie Nahrungsmittel

Parse Time: 0.216s