Wenn’s grummelt und gast im Bauch

Der Mensch bildet im Verlauf eines Tages etwa 14 Liter Gase im Verdauungstrakt, vor allem Kohlendioxid. Diese Gase gehen überwiegend über Darm und Blut in die Lungen über und werden dort abgeatmet. 99 Prozent der Gase sind geruchlos. Bildet sich aber in kurzer Zeit eine größere Menge an Gasen im Darm, sammeln sie  sich in größeren Gasblässchen, die in ihrer Fülle nicht mehr abgeatmet werden können und es kommt zur Schaumbildung. Sie können jetzt nur noch nach oben  durch Aufstoßen („Rülpsen“) oder nach unten durch Windabgang (medizinisch: „Flatulenz“) abgehen.  Verbunden ist das häufig mit

1.    Völlegefühl und Druckschmerz im Bauchraum

2.    einem sog. Blähbauch

3.    rasch einsetzender und heftiger Übelkeit

4.    Darmgeräuschen

Häufige Ursache:  Unverträglichkeiten oder Allergien

Oftmals vertragen Personen bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. Milch deshalb schlecht, weil ihnen bestimmte Enzyme (z.B. das Enzym Laktase) fehlen. Diese Nahrungsmittel werden dadurch unzureichend abgebaut. Schon kurze Zeit nach dem Verzehr kann es zu Blähungen oder sogar Durchfall kommen. Beispiele für derartige Unverträglichkeiten sind:

  • Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz): Unverträglichkeit von Milch; Joghurt und Käse werden oft gut vertragen – das muss man ausprobieren!
  • Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Fruktose-Intoleranz): Blähungen treten nach dem Verzehr von süßem Obst (z.B. Birnen) oder Fruchtsäften auf, aber auch fructosehaltige Gemüsesorten können auslösend sein.
  • Zöliakie/Sprue (Gluten-Unverträglichkeit): Unverträglichkeit von Eiweißen (z.B. Gluten) in einheimischen Getreidearten (z.B. Weizen, Gerste, Dinkel)


Bei Unverträglichkeiten und Allergien hilft nur eines: weglassen! Ernähren Sie sich nur noch von Lebensmitteln, die dieses Unwohlsein nicht auslösen. Achten Sie bei Ihrem Einkauf auf die Kennzeichnungen!



Was können Sie sonst noch tun?

  •  Vermeiden Sie blähende Nahrungsmittel  wie Kohlgemüse- und Zwiebelsorten, ebenso Hülsenfrüchte. Aber auch Brot und generell Kohlehydrate werden oft schlecht vertragen.
  • Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Lieber mehrmals kleine Portionen als eine große verzehren.
  • Vermeiden Sie übermäßigen Konsum kohlensäurehaltiger Getränke.
  • Verwendung von Süßstoff (z.B. Sorbit, Mannit) weglassen.
  • Vermeiden Sie extreme Temperaturen bei den Speisen – nicht zu heiß und nicht zu kalt!
  • Bereiten Sie Ihre Speisen frisch zu: Sparen Sie Fett und dünsten Sie das Gemüse;  Fleisch und Fisch garen Sie am besten im Grill im Backofen oder auf einem Elektrogrill. Bratschlauch und Römertopf sind wichtige Kochutensilien beim schonenden Kochen.


Leichte, vorübergehende Blähungen können mit rezeptfreien Medikamenten  behandelt werden. Diese Medikamente wirken entschäumend, krampflösend oder verdauungsfördernd und sind als Tropfen, Tabletten oder Kapseln erhältlich. Wenden Sie sich dazu an Ihren Apotheker.

Kommen  zu den Blähungen noch weitere Symptome wie z.B.  Schmerzen, Verstopfung oder Durchfälle dazu, suchen Sie einen Arzt auf, um gegebenenfalls eine schwere Erkrankung auszuschließen
 

Kommentare:

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel und teilen Sie anderen Ihre Meinung mit!

Bewertung schreiben

Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 14. März 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

Suche

Willkommen zurück!

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?
Neues Konto erstellen

Newsletter-Anmeldung

E-Mail-Adresse:

allergiefreiessen.de, Ihr Online Shop für Nahrungsmittel bei Unverträglichkeiten wie Zöliakie, Sprue, Laktoseintoleranz sowie allergenfreie, glutenfreie Nahrungsmittel

Parse Time: 0.187s